Roberto Capitoni - Italiener schlafen nackt - manchmal auch in Socken

Ein italienisch-schwäbischer Kabarettist, das ist eine explosive Mischung. Amore und Käsespätzle sozusagen: Das ist das Erfolgsrezept von Roberto Capitoni, der demnächst 40 Jahre auf der Bühne feiern kann. Einlass ab 19:00 Uhr VVK - Preis 19,-€ zzgl. Gebühr Auf dem Italiener-Schwaben-Ticket reist er schon eine ganze Weile, und das mit großem Erfolg: Kabarettpreise hat er schon zahlreich eingeheimst, er gehört zum Personal des „Quatsch Comedy Clubs“ im Fernsehen, synchronisiert Filme, schreibt Bücher, hat eine Fußball-Kolumne im „Kicker“. Und er gastiert regelmäßig in Wiesbaden mit seinen Kabarett-Soloprogrammen: „Italiener schlafen nackt – manchmal auch in Socken“, so der Titel des neuesten Abends, mit dem Capitoni wieder einmal im Theater im Pariser Hof vor voll besetztem Auditorium spielte. Von Anfang an den Turbo eingeschaltet Er schaltet von Anfang an den Turbo ein und bis zum Ende nicht mehr aus: Mit vollem Stimm- und Körpereinsatz ist der Kabarettist auf der Bühne aktiv. Zum Publikum hat er von Beginn an besten Kontakt, veräppelt Zuspätkommer, macht Spontan-Umfragen, wirft am Ende sogar seine Spezial-Capitoni-Socken in den Zuschauerraum und verlangt von denen, die sie fangen, ein Selfie mit Socken. Das Publikum wird auch für Facebook und Instagram gefilmt, „kräftig jubeln“ wünscht sich der Künstler. Da muss er die Zuschauer nicht lange bitten, denn das italienisch-schwäbische Comedy-Dauerfeuer kommt gut an. Bis auf zwei ältere Herren, die zu Anfang schon zu spät kamen und nach der Pause gar nicht mehr wieder auftauchen, sind alle, wie es scheint, mit Capitonis Italo-Spezialhumor absolut zufrieden. Dabei lässt er kein Klischee aus, aber das nicht nur in Bezug auf Italien, sondern auch auf das ewige Thema Frauen und Männer. Ob es darum geht, wer welche Dinge einkauft oder wer die Zielgruppe für ein Wellnesswochenende ist: Roberto Capitoni weiß Bescheid und ist auch so eine Art Frauenversteher, wenn auch gut versteckt. Dass er zum Duschgel-Kauf geschickt wird und gar nicht weiß, warum, dass er sich beim Wochenendtrip nach Rom eher auf „Amore“ freut und stattdessen Blütenbad und Ganzkörpermassage durchstehen muss: Das scheint so aus dem richtigen Leben gegriffen, dass das Publikum ihm ein ums andere Mal Lachsalven und begeisterten Applaus entgegenbringt. Ein großer Teil des Programms spielt sich schon unter der Gürtellinie ab, aber Capitoni serviert das mit italienischem Spezialcharme und so kann man ihm fast nicht böse sein, auch wenn er ausführlich schildert, wie er seine Frau mit einer „50 Shades of Grey“-Szenerie überraschen wollte und mit seinen Baumarkt-Nachbauten krachend scheitert. Immer wieder mal taucht als Running Gag „Onkel Luigi“ – eine Marlon-Brando-Pate-Figur, bekannt aus früheren Programmen – auf. Das ist noch ein echter Mafioso, der Probleme mit „Betonschuhen“ löst. Zwei Stunden Plausch über unterdrückte Wutanfälle und Stechmücken auf delikaten Körperteilen vergehen wie im Flug. Und der Wiesbadener Jubel, den Capitoni auf Facebook posten will, ist authentisch: Italiener haben halt einen ganz speziellen Charme.

Datum und Uhrzeit

Freitag, 07.02.2020, 20:00 Uhr

Einlass: 19:00 Uhr

Ort

Alte Drahtzieherei
Wupperstr. 8 - 10
51688 Wipperfürth

Roberto Capitoni
Roberto Capitoni (Foto: Alte Drahtzieherei)

Internet: http://www.altedrahtzieherei.de

Veranstalter

Bürgerstiftung "Wir Wipperfürther"
Bürgerstiftung

Ansprechpartner/in:

Name: René Köhler

E-Mail: info@altedrahtzieherei.de

Telefon: 02267 658410

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