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Erhebungsstelle Zensus


Auf dieser Seite finden Sie Informationen der "Erhebungsstelle Zensus" der Kreisverwaltung.
Ganz egal, ob Sie uns als Erhebungsbeauftragte/r unterstützen möchten oder als Bürger/In informiert sein wollen - falls Sie hier nicht die gewünschten Informationen finden, zögern Sie bitte nicht Kontakt zu uns aufzunehmen. Medien / Presseorgane bitten wir, sich in gewohnter Weise an die Pressestelle zu wenden.
 

Aktueller Hinweis (11.01.2021):  Berichte in der Presse (Radio, Zeitung) über den Mikrozensus

  • Nicht nur – aber auch - im Oberbergischen Kreis finden der jährliche Mikrozensus („kleine Volkszählung“) und der Zensus („große Volkszählung“) in diesem Jahr parallel statt.
  • Während der Mikrozensus bereits ab Januar ausschließlich vom statistischen Landesamt des Landes Nordrhein-Westfalen bei wenigen ausgesuchten Haushalten telefonisch erhoben wird, startet die persönliche Befragung des Zensus 2022 im Mai und wird von der örtlichen Erhebungsstelle des Oberbergischen Kreises organisiert und durchgeführt.
  • Nähere Informationen zum Mikrozensus können auf einer Webseite des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden.

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf den Zensus ("große Volkszählung"), für den der Oberbergische Kreis die Unterstützung von ca. 200 Erhebungsbeauftragten (m/w/d) benötigt.

 


Warum wird der Zensus durchgeführt?

2022 findet in Deutschland wieder ein Zensus statt. Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der anstehende Zensus von 2021 in das Jahr 2022 verschoben.

 

Welche Daten werden erhoben?

Für Haushalte gibt es zwei verschiedene Fragebögen: Die Kurzbefragung HH-1 und die Haushaltebefragung HH-2. (Durch Klicken können Sie diese Fragebögen herunterladen.)
In Wohnheimen muss für alle Bewohner/Innen der Fragebogen WH-1 ausgefüllt werden.
Diese Befragungen werden durch die "Erhebungsstelle Zensus" des Oberbergischen Kreises durchgeführt, dazu wird die Unterstützung durch ca. 200 Erhebungsbeauftragte benötigt. (Siehe dazu unten: "Möchten Sie uns unterstützen?")
Parallel wird auch die Gebäude- und Wohnungszählung GWZ durchgeführt, jedoch nicht durch die Erhebungsstelle, sondern direkt durch das Statistische Landesamt NRW. Sie erhalten einen Zugangscode (IDEV-Nummer) und können Ihre Daten online erfassen. In der GWZ werden folgende Daten erhoben:

Gebäude­merkmale

  • Gemeinde, Postleitzahl und amtlicher Gemeindeschlüssel
  • Art des Gebäudes (Wohngebäude, Geschäftshaus mit Wohnung, Wohnheim etc.)
  • Eigentums­verhältnisse (Privatperson, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaft (WEG), Wohnungs­unternehmen etc.)
  • Gebäudetyp (freistehend, Doppelhaus, gereiht etc.)
  • Baujahr
  • Zahl der Wohnungen
  • Heizungsart (Fernheizung, Zentral­heizung, Etagen­heizung etc.)
  • Energieträger (Heizöl, Kohle etc.)
  • Art der Nutzung (vom Eigentümer/von der Eigentümerin bewohnt, vermietet, leer stehend etc.)
  • Leerstandsgründe
  • Leerstandsdauer
  • Fläche der Wohnung
  • Zahl der Räume
  • Nettokaltmiete

 

 

Gesetzliche Grundlagen

Ein Großprojekt wie der Zensus 2022 benötigt eine lange Vorlaufzeit. In Deutschland bildet das im März 2017 verabschiedete Zensus­vorbereitungs­gesetz (ZensVorbG) den rechtlichen Rahmen für die vorbereitenden Arbeiten. Es regelt alle notwendigen Schritte zum Aufbau der für den registergestützten Zensus erforderlichen Infrastruktur sowie zum Aufbau und zur Pflege des Steuerungs­registers.

Die konkrete Durchführung des Zensus wird durch das Zensus­gesetz geregelt. Im Zensusgesetz werden die Erhebungsmerkmale für die Gebäude- und Wohnungszählung, die Haushalte­befragung auf Stichprobenbasis und die Erhebungen in Wohnheimen und Gemein­schafts­unterkünften festgelegt. Auch die Maßnahmen zur Gewährung des Datenschutzes, die Kosten­aufteilung zwischen Bund und Ländern und der Stichprobenumfang sind im Zensusgesetz geregelt.

 

EU-Verordnung

Die EU-Verordnung 763/2008 verpflichtet die Mitglieds­staaten zur Erfassung von Bevölkerungs­ergebnissen. Grundlage ist ein festgelegter Merkmals­katalog. So sind die Ergeb­nisse EU-weit miteinander vergleichbar.

Zensus­vorbereitungs­gesetz

Das Gesetz zur Vorbereitung eines register­gestützten Zensus einschließlich einer Gebäude- und Wohnungs­zählung enthält die rechtlichen Voraus­setzungen für die notwendigen Vorbereitungs­arbeiten des register­gestützten Zensus 2022. Das Gesetz regelt unter anderem

  • den Aufbau der für die Vorbereitung des register­gestützten Zensus 2022 benötigten Infra­struktur
  • die Verant­wortlichkeit des Statistischen Bundesamtes für den zentralen IT-Betrieb und für die IT-Entwicklung
  • den Aufbau und die Haltung des anschriften­bezogenen Steuerungs­registers
  • die zum Aufbau und zur Pflege des Steuerungs­registers erforderlichen Daten­quellen und deren Übermittlungen an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder durch die Melde­behörden, das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, die für die Geobasisdaten zuständigen Landesbehörden (Vermessungs­verwaltung), die Finanz­verwaltung und die Grund­steuer­stellen.

Neben den Daten, die dem Aufbau eines Anschriften­bestandes dienen, enthält das Steuerungs­register auch die erforderlichen Daten zur Identifizierung

  • der Eigentümer und Verwalter von Wohnraum (Auskunftspflichtige der Gebäude- und Wohnungszählung)
  • der Träger, Eigentümer oder Verwalter von Wohnheimen und Gemeinschafts­unterkünften (Auskunfts­pflichtige der Erhebung an Anschriften mit Sonder­bereichen).

Daten­lieferung aus den Melde­registern

Das Zensusvorbereitungsgesetz regelt insbesondere die Lieferung von Melde­register­daten der Kommunen an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die erste Datenlieferung diente als Test­durchlauf für die weiteren Daten­übermitt­lungen. Damit können Übermitt­lungs­wege und die Qualität der Daten rechtzeitig im Vorfeld überprüft werden. Weiterhin wird mit den Daten die Software zur Durch­führung des Zensus 2022 getestet und weiter­entwickelt. Die Pilotdaten­lieferung erfolgte am 13. Januar 2019. Insgesamt finden fünf weitere Datenübermittlungen zu verschiedenen Zeitpunkten statt.

 

Gesetz zur Verschiebung des Zensus

Der Zensus wurde aufgrund der Corona-Pandemie in das Jahr 2022 verschoben. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verschiebung des Zensus steht als neuer Stichtag der 15. Mai 2022 fest. Das Gesetz ist am 10. Dezember 2020 in Kraft getreten. Die Verschiebung erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die auch die Vorbereitungen des Zensus in der öffentlichen Verwaltung betrafen. Ursprünglich sollte der Zensus im Jahr 2021 durchgeführt werden.

 

 

Wie funktioniert der Zensus?

Beim registergestützten Zensus wird im Gegensatz zu traditionellen Volkszählungen nicht jeder Haushalt von Interviewerinnen und Interviewern ("Erhebungsbeauftragte") befragt. Es wird eine Stichprobe von ca. 8% bis 10% der Einwohner gebildet. Im Oberbergischen Kreis umfasst diese Stichprobe 26.889 Personen in Haushalten und weiteren 4.595 Personen in Gemeinschaftsunterkünften.  Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 

 

Möchten Sie uns unterstützen? Erhebungsbeauftragte (m/w/d) gesucht!

 

Der Oberbergische Kreis benötigt Erhebungsbeauftragte, die im Zeitraum Mai bis August 2022 bei der Erhebung mitwirken.

Wir haben dazu eine weitere Seite mit Informationen erstellt, bitte hier klicken.

 

Erhebungsbeauftragte

 

Erklärvideos zum Zensus

Zensus2022_Videos

Auf dieser Seite finden Sie
ab sofort Erkläranimationen zum Zensus 2022. Die Videos veranschaulichen die Funktionsweise des Zensus, liefern spannende Informationen zur Durchführung und seinen Zielen.

Alle Videos stehen in einer deutschen und englischen Audioversion zur Verfügung.
Darüber hinaus gibt es die Videos mit arabischen (عربي), türkischen (türkçe), polnischen (polski) und russischen (pусский) Untertiteln.

 

Datenschutz

Datenschutz ist weit mehr als eine gesetzliche Pflicht: Denn die amtliche Statistik lebt vom Vertrauen und der Akzeptanz der Bevölkerung. Daher legen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder beim Zensus höchstes Augenmerk auf Sicherheitsvorkehrungen, die den Schutz Ihrer Daten garantieren.

Datenschutz und Informationssicherheit sind an den Anforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ausgerichtet. Die verstärkte öffentliche Wahrnehmung, die mit der Einführung der DS-GVO einhergegangen ist, wirkt sich auch auf den Zensus 2022 aus. Um ein angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen, setzt das Statistische Bundesamt die Sicherheitsanforderungen nach der Methodik des IT-Grundschutzes um. In Fragen des Datenschutzes und der Informationssicherheit wird zusätzlich zu den behördlich geforderten Umsetzungen auf sachkundige Beratung zurückgegriffen: Das Gesamtprojekt Zensus 2022 wird sowohl von der Aufsichtsbehörde für den Datenschutz – dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und die Informationsfreiheit – als auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik begleitet. Da zudem der Zensus 2022 eine Gemeinschaftsaufgabe der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ist, sind auch im statistischen Verbund die Vorgaben der DS-GVO Bestandteil der Zusammenarbeit.

Die erhobenen Daten werden durch bauliche, technische und organisatorische Zugangsbeschränkungen in den Rechenzentren der statistischen Ämter gesichert. Außerdem werden Maßnahmen zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit getroffen, die insbesondere Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Daten gewährleisten. Bei der Nutzung allgemein zugänglicher Netze werden dem jeweiligen Stand der Technik entsprechende Verschlüsselungsverfahren angewendet.

Gemeinsame datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nach Art. 26 DS-GVO

Zur Durchführung des Zensus haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine Vereinbarung zu den Betroffenenrechten auf Grundlage des Art. 26 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) getroffen. Darin ist die Sicherstellung der Betroffenenrechte nach Art. 15 bis 21 DS-GVO für den Zensus 2022 geregelt. Die Vereinbarung gilt für die nach dem Zensusvorbereitungsgesetz 2022 und dem Zensusgesetz 2022 erhobenen Daten. Betroffene Personen können ihre Rechte gegenüber allen Statistischen Ämtern geltend machen. Die Statistischen Ämter der Länder beantworten Anfragen zu den in ihrer Zuständigkeit erhobenen Daten. Das Statistische Bundesamt beantwortet Anfragen hinsichtlich der Datenverarbeitung im Statistischen Bundesamt. Basis der Gewährleistung der Betroffenenrechte ist die Ausgabe der Informationen aus der zentralen IT-Infrastruktur.

 

Beachtung des Datenschutzes beim Oberbergischen Kreis


Die Kreisverwaltung des Oberbergischen Kreises nimmt keinerlei Auswertungen der erhobenen Daten vor. Es wurde eine räumlich, personell und organisatorisch eigenständige "Erhebungsstelle Zensus" eingerichtet.Die erhobenen Daten werden verschlüsselt und an das Statistische Landesamt (IT.NRW) übertragen.  Es werden nach Abschluss des Projekts keinerlei Unterlagen (Erhebungsbögen etc.) bei der Kreisverwaltung zurückbehalten, weder in Papierform noch digital. Das "Rückspielverbot" gemäß der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes von 1983 wird beachtet.



Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch, per Mail oder Brief an die "Erhebungsstelle Zensus" des Oberbergischen Kreises:

Oberbergischer Kreis
- Der Landrat-
Erhebungsstelle Zensus
Karlstr. 14-16
51643 Gummersbach

zensus@obk.de
02261 88-1960 (Herr Wojahn)
02261 88-1961 (Frau Kaldeich)

 

Geheimhaltung beim Zensus

Um das Grundrecht aller Bürgerinnen und Bürger auf informationelle Selbstbestimmung zu schützen und den Vorgaben des Bundesstatistikgesetzes Rechnung zu tragen, dürfen aus den Veröffentlichungen des Zensus keinerlei Rückschlüsse auf die Angaben von Einzelpersonen oder auf andere Einzelfälle möglich sein. Gleichzeitig sollen so viele allgemeine Erkenntnisse wie möglich aus den veröffentlichten Daten gezogen werden können. Dies wird durch den Einsatz eines sogenannten Geheimhaltungsverfahrens gewährleistet.

Geheimhaltungsverfahren werden im Zensus für alle Auswertungen, die auf demografischen Daten, Gebäude- und Wohnungsdaten, Haushaltsdaten und Familiendaten basieren, angewendet. Bei Daten, die aus einer Stichprobenerhebung hochgerechnet werden, wie zum Beispiel zu Erwerbstätigkeit sowie Schul- und Berufsbildung, ist kein Geheimhaltungsverfahren nötig. Ein Rückschluss auf Einzelangaben wird hier durch die Hochrechnung und anschließende Rundung auf ein Vielfaches von 10 oder Sperrung bei zu geringer Fallzahl unmittelbar verhindert. Die Bevölkerungszahlen werden für alle administrativen Gebietseinheiten (ohne demografische Untergliederung) mit dem unveränderten Originalwert ausgewiesen.

 Die statistische Geheimhaltung erfolgt nun durch eine stochastische (also zufällige) Überlagerung auf Basis der sogenannten Cell-Key-Methode.
Sowohl SAFE als auch die Cell-Key-Methode basieren darauf, dass einige Fallzahlen in den Tabellen gegenüber ihren Originalwerten leicht verändert ausgewiesen werden. Bei der Cell-Key-Methode werden im Vergleich zu „SAFE“ jedoch nicht die Einzeldaten verändert, sondern leichte Änderungen am Originalergebnis erst bei der Erzeugung der Ergebnisse vorgenommen. Dabei wird einigen Ergebnissen oder Tabellenfeldern (= cell) fest ein kleiner „Überlagerungswert“ zugewiesen (z. B. +2 oder -1). Anstelle des Originalergebnisses wird für diese Tabellenfelder die Summe aus Originalergebnis und „Überlagerungswert“ veröffentlicht. Die Überlagerung der Ergebnisse erfolgt unter der Maßgabe, den Schutz der Einzelangaben sicherzustellen und die Aussagekraft der Originalergebnisse dabei möglichst unverändert zu lassen. Die Cell-Key-Methode bietet dabei im Vergleich zu „SAFE“ eine im Mittel geringere Abweichung der veränderten Ergebnisse von ihren Originalwerten und ermöglicht eine noch höhere Flexibilität bei der Erstellung von Auswertungen.


Im Zuge des Relaunchs der Zensusdatenbank 2011 wurde die Cell-Key-Methode nachträglich auch auf die Ergebnisse des Zensus 2011 angewendet. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Zensusergebnissen aus 2011 und dem kommenden Zensus durchzuführen, die auf Basis des identischen Geheimhaltungsverfahrens (also annährend ohne Bruch in der Methodik) erstellt wurden.

Einige der in der Zensusdatenbank 2011 verfügbaren Ergebnisse können aufgrund des Verfahrenswechsels von den bisherigen Veröffentlichungen zum Zensus 2011 leicht abweichen. Dadurch sind weder die Qualität bisher verfügbarer Publikationen noch die Qualität der in dieser Datenbank abrufbaren Ergebnisse durch den Wechsel des Geheimhaltungsverfahrens beeinträchtigt.



Letzte Änderung: 17. Januar 2022