Sprachmittler

Der ehrenamtliche Sprachmittlerpool des OBK

Qualifizierung für 2020 musste wegen Corona auf unbestimmte Zeit verschoben werden

 

Als Sprachmittler*in werden ehrenamtlich aktive Dolmetscher bezeichnet, die im gesamten Kreisgebiet eingesetzt werden, um  die Kommunikation zwischen zugewanderten Personen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen und Institutionen, Einrichtungen und Behörden zu erleichtern und dadurch Chancengleichheit zu ermöglichen.

Bei den  Sprachmittler*innen handelt es sich um ehrenamtlich engagierte Personen, welche vom KI akquiriert und qualifiziert wurden. Die Qualifizierung durch das KI befähigt nicht zur hauptamtlichen Ausübung des Berufs des Dolmetschers, daher werden die ehrenamtlich Tätigen als Laien-Sprachmittler*innen bezeichnet. Durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten die Sprachmittler*innen eine Aufwandsentschädigung. Es handelt sich um ein niederschwelliges Angebot. Dies bedeutet, dass zum einen so wenige Bedingungen wie möglich zu erfüllen sind, um in den Pool aufgenommen zu werden und zum anderen das Angebot so unbürokratisch wie möglich in Anspruch genommen werden kann.

 

Wer kann die Unterstützung von Sprachmittler*innen in Anspruch nehmen?

 

Folgende Institutionen können das Angebot der Laien-Sprachmittler*innen im oberbergischen Kreis kostenfrei in Anspruch nehmen, sofern ihnen keine eigenen Mittel zur Finanzierung  der Aufwandsentschädigung zur Verfügung stehen:

- Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen, Hochschulen / Universitäten

- Kommunale Behörden wie z.B. Wohnungsämter, Schulverwaltungen usw.

- Einrichtungen des Sozial-, und Integrationsbereichs und Beratungsstellen 
  wie z.B. (Jugend-) Migrationsdienste, Flüchtlings-, Zuwanderungs- und Migrationsberatungsstellen.

- gemeinnützige Einrichtungen, wie z.B. Ehrenamtsinitiativen oder Migrantenselbstorganisationen.


Der Einsatz von Sprachmittler*innen ist aufgrund der geltenden Förderrichtlinien für folgende Bereiche ausgeschlossen:

- Aufträge von Privatpersonen

- Aufträge von anderen Privateinrichtungen

- Gespräche mit Rechtsfolgen, beispielsweise bei Rechtsanwält*innen

- in Bezug auf die Erstellung von Gesundheitsgutachten, wie z.B. bei der ärztlichen Prüfung der
  Reisefähigkeit

- Aufträge von Bildungseinrichtungen zur Ermittlung von sonderpädagogischen 
  Unterstützungsbedarfen (z.B. sog. AOSF-Verfahren).

- Arztbesuche

- kontinuierliche Begleitung über einen längeren Zeitraum (z. B. Schulbegleitung)

 

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich die Hilfe eines Sprachmittlers in Anspruch nehmen möchte?

 

Benötigt eine Institution die Unterstützung eines Sprachmittlers so kann sie  per E-Mail (Sprachmittler@obk.de ) eine Anfrage an das KI stellen. Für telefonische Anfragen stehen Frau Bel und Frau Frank zur Verfügung.

Um die Aufträge koordinieren zu können, benötigt das KI folgende Informationen:

Ort, Datum, Uhrzeit und Dauer des Termins

Ansprechperson für Rückfragen

Informationen zum Gespräch (Herkunftsland, Sprache/Dialekt des Klienten, ggf. weitere soziokulturelle Informationen)

 

Wer kann Sprachmittler*in werden?

 

Grundsätzlich kann jede mehrsprachige Person sich als Sprachmittler*in qualifizieren lassen, die die folgenden Kriterien erfüllt:

- Vollendung des 18. Lebensjahres

- nachgewiesene Deutschkenntnisse auf B2-Sprachniveau

- Mobilität im Kreisgebiet des OBK

- eine gewisse zeitliche Flexibilität im Rahmen der Öffnungszeiten der anfordernden Institutionen

- Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses

- erfolgreiche Teilnahme an der vom KI organisierten Qualifizierungsreihe

- während der Tätigkeit: Teilnahme an Fortbildungen des KI

 

Wie kann ich Sprachmittler*in werden?

 

Das KI informiert frühzeitig über Presse, Newsletter und an dieser Stelle über anstehende Qualifizierungen und entsprechende Fristen

Weiterführende Infomationen:

Konzept

Flyer

 

 


Letzte Änderung: 24. Juni 2020