Notfall- und Alltagstipps

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Von den drastischen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind Kinder und Jugendliche besonders betroffen. Hier gibt das Kreisjugendamt Notfall- bzw. Alltagstipps, um Familien in Konfliktsituationen zu unterstützen.

 

 

 

 

Notfalltipps

Sie fühlen sich erschöpft und sind genervt?Erschöpfte Person

  1. Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner bei der Kinderbetreuung wenn möglich ab!
  2. Nutzen Sie eine verordnete Mittagspause - alle 30 Minuten in ihre Zimmer.
  3. Machen Sie sich einen Kaffee/Tee und stellen Sie sich z.B. auf den Balkon oder an das offene Fenster.
  4. Schließen Sie die Augen und genießen Sie die Auszeit ganz bewusst.
     

Bei Streit zwischen GeschwisternStreitende Geschwister

  1. Schreien Sie nicht mit!
  2. Schlagen Sie niemanden!
  3. Trennen Sie die Kinder für 15 Minuten in zwei verschiedene Räume.
    Atmen Sie tief durch.
  4. Hören Sie sich dann die Version jedes Kindes einzeln an, trösten Sie und zeigen Verständnis.
  5. Entfernen Sie ggf. das  „umstrittene Objekt“ für eine Weile.
  6. Beschäftigen Sie sich nach den 15 Minuten mit Ihren Kindern, um einen neuen Konflikt vorzubeugen. (gemeinsames Spiel, turnen, tanzen etc.)
     

Vertraute anrufen hilft!

  • Wenn Sie nicht weiter wissen, hilft es manchmal Freunde oder Familie (vertraute Person) anzurufen.
  • Notieren Sie sich Ihre persönlichen Notrufnummern.
     

Professionelle Hilfe erhalten Sie unter:

  • 02261 88-5198 - Kreisjugendamt Gummersbach
  • 08000 116 016 - Gewalt gegen Frauen
  • 0800 1 11 05 50 - Elterntelefon
  • 116 111 - Kinder- und Jugendtelefon

 

Alltagstipps & Ideen

  • Sorgen Sie für feste Aufsteh- und Zubettgeh-Zeiten (wie in Schulzeiten).
  • Sorgen Sie für feste Uhrzeiten für Mahlzeiten
    = So vermeiden sie Streit, Orientierungslosigkeit und wache Kinder am Abend.
     
  • Teilen Sie Ihren Tag ein
  • Schulaufgaben, Haushalt, Essenzeiten, Medienzeiten, Spielzeit/Draußen
  • Sorgen Sie für eine „Mittagspause“ - je nach Alter des/der Kindes/Kinder bis zu 1 Stunde Rückzug in verschiedene Räume
  • Für nicht Alleinerziehende: Feste Auszeiten in der der Partner die Kinder übernimmt
     
  • Auch wenn es schwer fällt, begrenzen Sie die tägliche Medienzeit = zu viel Medienkonsum macht Kinder aggressiv!
  • Empfehlung: 3 bis 6 Jahre 30 Minuten, 6 bis 10 Jahre 60 Minuten
    Ausnahmen dürfen sein, jede Familie hat ihre eigenen Regeln
    mehr auf: www.flimmo.de oder www.kindergesundheit-info.de 
     
  • Sorgen Sie für Bewegung
  • Draußen (gehen Sie wenn möglich einmal am Tag nach draußen!): Fahrrad fahren, Roller fahren, Waldwanderung, Inlioner, Fußballspielen, Verstecken spielen usw., Seifenblasen
  • Drinnen: Musik an und gemeinsam Tanzen/Stopptanz, Sportprogramm, Stopptanz, Verstecken spielen, „Fußball“ mit Luftballon usw.
  • Auf youtube finden Sie Bewegunglieder und Mitmach-Viodeos für Kinder
     
  • Spielen Sie mit Ihren Kindern Gesellschaftspiele/Puzzles
  • Sie können auch dioe Lern-App „Anton“ verwenden
  • Lesen Sie Ihren Kindern vor oder lassen sie lesen
  • Schauen Sie sioch Photos an und erzähleln Sie Ihren Kindern von „früher“
     
  • Bieten Sie den Kindern Stifte und Blätter sowie Malbücher an
  • BastelnSie mir Ihren Kindern (Eierkartons, Klopapierrollen, Kartons etc.), Wasserfarbe
  • Stellen Sie Salzteig oder Knete selber her und lassen Sie die Kinder damit spielen
  • Basteln Sie Osterdekoration oder andere Kunstwerke/Ausmalbilder
  • Bauen Sie eine Bude unter dem Tisch mit Decken
    mehr auf www.labbe.de, www.wdrmaus.de und https://m.geo.de
     
  • Backen Sie etwas mit Ihren Kindern (z. B. Quark-Ölteig für einfache Brötchen/Ausstechteig für Osterplätzchen)
  • Machen Sie einen Obstsalat, lassen Sie die großen Kinder Obst schneiden
  • Schneiden Sie Gemüse mit den Kindern und stellen einen Quark-Dip her
  • Machen Sie ein „Picknick“ im Wohnzimmer auf einern Decke

Links und Telefonnummern für Familien und junge Menschen (Quelle: LVR)



Letzte Änderung: 16. April 2020