09.10.2009: Kreis trennt sich von ARGE van den Valentyn, Harms & Partner GbR

Der Oberbergische Kreis als Träger und Eigentümer des Museums Schloss Homburg hat der Kölner Architektenarbeitsgemeinschaft, die die Erweiterung des Kreismuseums plant, aus wichtigem Grund gekündigt.

Landrat: „Erweiterung Schloss Homburg jetzt zügig umsetzen“

Ansicht von Schloss HomburgOberbergischer Kreis. Der Oberbergische Kreis als Träger und Eigentümer des Museums Schloss Homburg hat der Kölner Architektenarbeitsgemeinschaft, bestehend aus dem Architekturbüro VAN DEN VALENTYN ARCHITEKTUR und Harms & Partner Bauingenieure GbR, die die Erweiterung des Kreismuseums plant, aus wichtigem Grund gekündigt. „Wir haben in langen Verhandlungen erheblich funktionelle Defizite und Kostenüberschreitungen in Millionenhöhe bemängelt, die der Architekt trotz mehrfacher Aufforderung leider nicht beseitigen wollte“, teilt Landrat Hagen Jobi mit.

In Abstimmung mit der Regionale 2010 Agentur, der Bezirksregierung Köln und der Arbeitsgemeinschaft „Schloss-Erweiterung“ ließ der Kreis der ARGE am heutigen Freitag die Kündigung zukommen. „Wir können das Gesamtbudget von zehn Millionen Euro für die Erweiterung von Schloss Homburg und die Verlängerung des Roten Hauses nicht erhöhen“, so der Landrat. Sowohl die Fördermittel, die im Rahmen der Regionale 2010 in das Projekt fließen, als auch die Sponsorengelder der Kreissparkasse Köln und des Fördervereins Schloss Homburg seien gedeckelt. Erst nachdem der Oberbergische Kreis mit Kündigung gedroht hat, machte die ARGE Ende September Einsparungsvorschläge. „Unter Beibehaltung des Raumprogramms sind wir aber immer noch über den 10 Millionen Euro Gesamtkosten, daher habe ich die Reißleine gezogen“, sagte Landrat Jobi. Zudem sind funktionelle Verbesserungswünsche des Bauherren nach wie vor nicht in der Planung umgesetzt.

„Wir können so nicht weitermachen. Wir kommen einfach nicht vorwärts“, so Landrat Jobi. Das sehen auch die Mitglieder der aus Vertretern aller Kreistagsfraktionen, der Kreisverwaltung und der privaten und öffentlichen Fördermittelgebern besetzten Arbeitsgemeinschaft „Schloss Erweiterung“ so und stärken dem Landrat den Rücken. Es sei sein Ziel, so der Landrat, gütlich mit dem Architekten auseinanderzugehen.
Um den Erweiterungsbau nun voranzutreiben, wird das Baudezernat der Kreisverwaltung die notwendige funktionelle Weiterentwicklung übernehmen. „Dabei legen wir großen Wert darauf, das äußere Erscheinungsbild des Entwurfes nicht wesentlich zu verändern“, erklärte Baudezernent Uwe Stranz. „Würden wir den Pavillon nach Maßgabe des Architekten bauen, wäre der Raum weder für Konzerte noch für Ausstellungen geeignet, weil die klimatischen und akustischen Gegebenheiten das nicht zulassen“, gab Stranz ein Beispiel.

Landrat Jobi: „Jetzt können wir die Erweiterung von Schloss Homburg zügig umsetzen.“ Ziel ist es, im kommenden Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen.
 



Letzte Änderung: 9. Oktober 2009