21.08.2007: Fit von klein auf

Ärzte und Erzieherin werben für kreisweites Projekt zur Förderung von Kindern


Logo als Ausschnitt des Flyers der Auftaktveranstaltung Kita Vorsorgebogen "fit von klein auf" Oberbergischer Kreis. „Während Eltern mit ihren Babys und Kleinkindern die ersten Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt noch gut besuchen, reißt die Inanspruchnahme dieser Checks bei der U8 ab“, bedauert Kreisgesundheitsdezernent Dr. Jorg Nürmberger. Damit möglichst alle Kinder im Oberbergischen Kreis an der Vorsorge teilnehmen, rufen das Kreisgesundheitsamt sowie alle Jugendämter in Oberberg sämtliche 154 Kindergärten im Kreis zur Teilnahme an einem Früherkennungsprojekt auf. Unter dem Titel „Fit von klein auf“ startet das Projekt in Oberberg am 12. September mit einer Auftaktveranstaltung im Ratssaal der Stadt Gummersbach.

Das 2002 in Recklinghausen erfolgreich erprobte Projekt berücksichtigt die alltäglichen Erfahrungen der Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen. Sie erfassen ihre Beobachtungen in einem zweiseitigen Vorsorgebogen, den sie den Eltern zu den Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9 mitgeben. Dr. Anke Maier wird von ihren Erfahrungen in Recklinghausen berichten.

Der Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Gummersbach, Dr. Peter Melchers, informiert über Verhaltensauffälligkeiten im Kindergartenalter. Dabei geht es um die Identifizierung und Beurteilung von Kindern mit entwicklungsneurologischen und psychologischen Auffälligkeiten. Außerdem kommt eine Erzieherin aus Recklinghausen, die mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Auftaktveranstaltung über Erfahrungen im Kindergartenalltag diskutieren wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Kaija Elvermann, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes beim Kreisgesundheitsamt.
Im Oberbergischen Kreis schwankt die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9. Wie das Gesundheitsamt bei den Einschulungsuntersuchungen 2006 festgestellt hat, waren in Waldbröl nur 75 Prozent der Grundschüler bei der U8 und U9, in Reichshof waren es immerhin rund 88 Prozent. Mit durchschnittlich 80prozentiger Nutzung des Entwicklungschecks im Jahr 2006 entsprechen die Oberbergischen Werte dem Landesdurchschnitt. „Wenn ich aber in die Details gehe, und sehe, dass beispielsweise an einer Schule in Gummersbach nur 65 Prozent der Einschüler bei der U8 und U9 waren, gibt es Handlungsbedarf“, sagt Dr. Nürmberger.

Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen, Kinderärztinnen und -Ärzte, Vertreter von Trägern von Kindertageseinrichtungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendämtern, Psychologischen Beratungsstellen, Frühförderstellen und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zwischen 13.00 und 16.30 Uhr über das Projekt zu informieren. Anmeldungen nimmt das Kreisgesundheitsamt unter der Telefonnummer 02261/88-5325 entgegen.

... der Flyer zur Auftaktveranstaltung PDF-Logo



Letzte Änderung: 21. August 2007